National Mountain Day, 16. Juli 2005
HB9CZF/p - Monte Brè Locarno
Der NMD 2006 fiel gerade mit ein paar Tagen Ferien im Tessin
zusammen. Zuhause stellte sich die Frage nach einem geeigneten QTH, in der Nähe von
Locarno. 800m muss es hoch sein und wenn möglich Richtung Norden abfallendes Gelände
vorweisen. Im Verzasca-Tal wurd ich westlich von Frasco fündig. Das QTH hätte ein steile
Nordflanke in Richtung Schweizer Mittelland. Als wir am Samstag Nachmittag eine
Rekognoszierfahrt absolvierten stand 1.5km vor dem geplanten QTH eine Fahrverbotstafel im
Wege. Also wurde auf Plan B gesetzt. Nordlich von Locarno steigt der Berg schnell auf
über 800m an. Oberhalb von Monte Brè wurde ein passendes QTH auf der Karte ausgemacht.
Fahrtechnisch ist es 20 Minuten vom Hotel entfernt. Am Sonntag morgen verliess ich das
Hotel (knapp 400 M.ü.M.) um 6:30 HBT und erreichte mein NMD-QTH auf 1150 M.ü.M. um 6:50
HBT. Auf der engen und kurvigen Strecke war bereits der erste Mountainbiker unterwegs. Bis
12 Uhr werden weitere sechs folgen. Temperaturmässig war es zu Beginn 20C und bei
Contestende mit 23C schön angenehm. Der Hochnebel verschwand um ca. 11:15 HBT.
Bilder vom Monte Brè Locarno
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Das QTH für den NMD 2006 lag oberhalb von Monte Brè
Locarno auf 1150m mit den Koordinaten 703325 / 116215. Richtung Nordwesten (Bern /
Sotothurn) war das Terrain horizontal. Richtung Osten (Zürich / Ostschweiz) stieg es mit
ca. 10 - 20 Grad Elevation an und in Richtung Westen fiel das Grundstück ab. Somit konnte
ich den Geländeeinfluss am diesjährigen NMD austesten. Um es vorwegzunehmen: Im
Vergleich zum NMD 2005, als ich auf der Staumaur beim Lago Bianco (Berninpass) war,
fehlten mir ca. 1-2 S-Stufen an Signal. |
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Der Atlas der Schweiz zeigt die Aussicht bereits vor
dem ersten QTH-Besuch. Bildmitte ist Richtung Solothurn, linker Bildrand in Richtung
Genfersee und rechts in Richtung Bodensee. |
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Die Antenne wurde am oberen Parkplatzende
aufgestellt. Die Blickrichtung ist nach Nord-Westen (Solothurn). |
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Am Sonntag morgen um 6:30 HBT ging es mit dem Auto
innert 20 Minuten von knapp 400 auf 1150 M.ü.M. |
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Auch das tomtom-GPS kennt das QTH :-) |
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In der Ecke des Zaunes wurde der DK9SQ-Mast
befestigt. Ein Ast der 2x 22m Doublet hing dem Zaun entland, der andere durch die Bäume
zu einem Baumstrunk. |
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Die Einspeisung erfolgte wiederum auf ca. 8m Höhe
und die Enden der Doublet waren ca. 1m über Grund. Die 10.13m lange Hühnerleiter wurde
vier Mal mit Klebeband am Mast befestigt. Unten rechts ist die Einführung des Feeders in
den "Shack" zu sehen. |
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Die Anpassung an den K2 wurde direkt mit dem
eingebauten Antennentuner KAT2 bewerkstelligt. Da die Feederlänge je nach
Ortsverhältnissen unterschiedlich sein kann, hatte ich zusätzliche 5m, bzw. 2.5m Stücke
dabei. Eine MultiNEC/EZNec-Simulation zeigte, dass für die Anpassung der Kombination
2x22m Doublet mit 10m Feeder ein L/C-Glied mit 15uH in Serie und 160pF parallel auf der
Antenneseite benötigt werden. Würde der Feeder auf 20m verlängert, so verringert sich
nur das Parallel-C von 160pF auf ca. 75pF. Das L bleibt in etwa konstant.
Vor der Abreise ins Tessin habe ich drei Antennenanpassungen kurz on-air verglichen: Der
K2-interne Tuner KAT2, der BT1500A von Palstar und die Z-Match von K5OOR. Der KAT2 und der
BT1500A zeigten die gleichen Empfanssignale und die Z-Match war ca. eine S-Stufe
schlechter (wohl wegen der hohen Impedanz an der Hühnerleiter (650 +j1100 Ohm)). |
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Der Op sass auf dem Beifahrersitz und der K2 konnte
bequem bedient werden (die Kampfspuren sind von einem früheren Contest ...). Das 80m Band
war schön ruhig und QRN-frei. |
Claimed Score
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NMD-Stationen |
HB9-Stationen |
Ausländische
Stationen |
Total |
| QSO: |
64 |
20 |
4 |
88 |
| Punkte: |
256 |
20 |
4 |
280 |
Vier der angemeldeten Stationen habe ich nie gehört und eine war
schlussendlich nicht /p QRV. Interessant war sicher das QRP-QRP QSO mit G0CKP um 9:18z und
positiv aufgefallen waren die doch lauten Signale der 1kg-Stationen.
Die NMD der Jahre 2005 und 2006 haben in Praxis bestätigt was die
Theorie voraussagt. Ein zu kurzer Mast kann durch abfallendes Gelände einfach kompensiert
werden. Ob die zehn Mückenstiche im Tessin mit zusätzlichen Survival-Points belohnt
werden, steht noch aus ...
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