Hellschreiben = HELL

 feldhell.mp3 (278kB) / pskhell.mp3 (260kB)

Hellschreiben ist eine Fernschreibbetriebsart, die allerdings völlig anders funktioniert als das übliche RTTY. Beim Hellschreiben wird je nach empfangenem Signal direkt ein Papierstreifen geschwärzt. Das gedruckte Muster ist der zu empfangende Buchstabe.

System Hellschreiben - HELL

Aeltestes Funkfernschreibsystem mit Typenbilduebertragung ohne Verwendung eines Codes (aehnlich FAX). Geringer technischer Aufwand.

System Feldhell

Eingefuehrt etwa 1935. Ausgeuebt mit alten Maschinen und verschiedenen Computern. Papierbreite 15 mm, 150 Zeichen/min., 2,5 Zeichen/sec., Telegrafiergeschwindigkeit 122,5 Baud, Tonfrequenz 900 Hz, Bandbreite 360 Hz, quasi-synchrones System.

System HELL 80

Modernstes Hellschreibsystem. Eingefuehrt 1965. Ausgeuebt bisher nur mit Maschinen Siemens Hell 80. Papierbreite des Schreibstreifens 15 mm, 300 Zeichen/min., 5 Zeichen/sec, Telegrafiergeschwindigkeit 315 Baud.

Sendeverfahren

Frequenzumtastung (Fl). Frequenz fuer Weisswerte 1625 Hz, Frequenz für Schwarzwerte 1925 Hz, Signalfrequenz 1260 Hz. Erforderliche Bandbreite 900 Hz. Lochstreifensendungen nach dem internationalen Alphabet Nr. 2 (CCITT) möglich mit eingebautem Lochstreifenleser. Start-Stop-Betrieb bei Handsendung, Synchronbetrieb bei Lochstreifensendung. Dadurch sichere Uebertragung auch auf stark gestörten Funkstrecken. Das Gerät ist voll transistorisiert und für den Betrieb an 24V Gleichspannung und 110-240V Wechselspannung ausgelegt.

Aktivitäten und Betriebsfrequenzen

HELL-O Runde: Jeden Sonntag von 10:00h - 10:30h Lokalzeit auf ca. 3577 kHz, USB (Fl B).

HELL-GL Runde: Jeden Sonntag von 10:30h - 11 :OOh Lokalzeit auf ca. 3577 kHz, USB (A1 B).

Internationale Feldhell Runde: Jeden Sonntag ab 16:30h Lokalzeit auf ca. 3577 kHz, USB (A1 B).

Niederrhein Runde: Jeden Donnerstag ab 19:00h Lokalzeit auf 145,300 MHz, FM, 1000 Hz, horizontale Antennenpolarisation, System GL.

Internationaler HELL-Contest: Am 1. Oktoberwochenende eines jeden Jahres auf 40 m und 80 m, am darauffolgenden Donnerstag auf 2 m und 70 cm.

 

(Herausgeber DARC) Stand Sommer 1994